Straßenmusiker James Bowen und Kater Bob planen ein Café für Streuner

16. März 2015

Allgemein

Klingt fast ein wenig schnulzig: “Streunender Kater adoptierte Junkie und machte ihn berühmt.” Doch die wahre Geschichte von Bob, dem Streuner kennt inzwischen jeder. Jetzt möchte James Bowen etwas von seinem Glück abgeben und in London ein Café für herrenlose Katzen eröffnen.

Bob

Vor etwa sechs Jahren – Straßenmusiker James Bowen hatte gerade einen Drogenentzug hinter sich – saß ein roter, kranker Kater vor seiner Tür. Bowen nahm ihn auf, nannte ihn Bob und pflegte ihn gesund. Seitdem ist Bob, der Streuner, treuer Begleiter des Straßenmusikers.

Schon bald wurden die beiden zur Attraktion auf Londons Straßen und darüber hinaus. Alle liebten den roten Bob, der entweder auf der Schulter des Straßenmusikers saß oder kleine Kunststücke zeigte. Bobs Markenzeichen: ein Schal.
Bob, der Streuner, hat inzwischen Fans auf der ganzen Welt und natürlich auch eine eigene Facebook-Fanpage für die deutschsprachigen Fans.

Nachdem ein Verlag anfragte, schrieb James Bowen mehrere Bücher, die nicht nur bei uns in Deutschland zu Bestsellern wurden. Ein Kinofilm wird sicher auch bald kommen, denn es soll bereits ein Filmunternehmen die Rechte erworben haben.

Doch James Bowen hat nie vergessen, wem er die Kehrtwende seines Lebens zu verdanken hat. Ohne Bob wäre er wahrscheinlich noch immer ein erfolgloser Straßenmusiker. Jetzt möchte er auch anderen an seinem Glück teilhaben lassen. Er möchte in London ein Café eröffnen, in dem auch herrenlose Katzen ein Zuhause bekommen sollen. Hierfür sammelt er Spenden auf dieser Fundraising-Seite.

UPDATE: Die Sammelaktion ist abgelaufen und es scheint Planänderungen gegeben zu haben. Es wird wohl kein Café eröffnet werden. Einzelheiten sind mir dazu leider nicht bekannt.

,

4 Responses to “Straßenmusiker James Bowen und Kater Bob planen ein Café für Streuner”

  1. Michael Says:

    Ich habe gespendet und bis heute hat sich nichts getan!

    Reply

    • Manuela Vogt Says:

      Hallo Michael,

      ich bin da auch nicht auf dem Laufenden. Ende 2015 wurde die Geschenke an die Spender verschickt (laut Facebookseite).
      Die Facebookseite zum Cafe scheint es nicht mehr zu geben. Anfang Januar wurden auf der Fundraisingseite noch bald kommende Neuigkeiten angekündigt.
      Vielleicht zieht sich einfach nur alles etwas in die Länge? Die Filmgeschichte läuft ja auch noch weiter…

      Reply

      • Michael Says:

        Hallo Manuela,

        vor zwei Jahren wurde das Geld gesammelt. Und wenn man die englischen Zeitungsartikel verfolgt, wird es wohl kein Katzencafe mehr geben. Das ist ja ein Unding. Das sind zweckgebundene Spenden. Dass sowas legal ist glaube ich auch nicht.
        Da sieht man, wie seriös solche Spendensammelaktionen oft sind.

        Reply

        • Manuela Vogt Says:

          Hallo Michael,

          das ist ja ein Ding. Wieso wird das denn nicht öffentlich auf der Facebookseite u.a. kommuniziert?!
          Kann ja durchaus mal sein, dass man bei der Planung merkt, dass das Projekt doch nicht so durchführbar ist, wie geplant.
          Dass es illegal ist, glaube ich nicht, weil es eine Crowdfunding-Plattform ist. Jeder kann dort eine Kampagne eröffnen und die Teilnahmne ist auf eigene Gefahr.
          Dennoch sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, jeden, der Geld gegeben hat, über Änderungen der Pläne zu informieren. Hast du denn wirklich etwas “gespendet”? Und hast du auch keiner der versprochenen Gegenleistungen bekommen (Becher, Bücher, T-Shirts,…)? Hast du da mal hingeschrieben?

          Reply

Leave a Reply

*