Freigängerkatzen – ihre größten Gefahren

17. September 2017

Katzenwissen

Das Leben unserer Freigängerkatzen ist traumhaft. Sie können draußen die Welt entdecken, ihrem Jagdinstinkt nachgehen, Artgenossen kennen lernen, ihre Geschäfte in Nachbars Blumenbeeten verrichten und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Doch jeder Traum hat auch eine dunkle Seite.

Freigaengerkatzen Gefahren

Katzen, die Freilauf genießen dürfen, leben gefährlich. Diese Erfahrung musste auch ich schon machen. Doch was sind wohl die größten Gefahren? Ich habe mir Gedanken gemacht.

Autoverkehr

Unser Kater Moritz wurde eines Tages von einem Auto erwischt und schleppte sich schwer verletzt nach Hause. Dabei hatte ich immer gedacht, dass es uns nicht passieren würde. Schließlich wohnen wir in einem ruhigen Wohngebiet am Waldrand. Moritz hatte Glück gehabt. Er überlebte, verlor aber ein Bein, seinen Schwanz und ziemlich viele Zähne. Viele Katzen haben weniger Glück. Immer wieder sieht man tot gefahrene Katzen an den Straßenrändern liegen. Der Verkehr ist für Katzen die größte Gefahr von allen.

Regentonnen und Güllegruben

Regentonnen haben gewöhnlich einen Deckel und das ist auch gut so. Viele benutzen sie aber ohne und sammeln ihr Regenwasser in offenen Tonnen im Garten. Ich vermute, dass nicht wenige Katzen ihr Leben in so einer Tonne verlieren. Ist sie voll, steht das Wasser hoch, kommen Katzen in der Regel allein wieder heraus. Nicht aber, wenn der Wasserstand zu niedrig ist. Retten können Katzen sich nur dann, wenn sie an der Wasseroberfläche strampelnd den oberen Rand der Tonne erreichen können. Ich könnte mir vorstellen, dass es Gartenbesitzer gibt, die geschockt Nachbars tote Katze aus ihrer Regentonne fischen und sie aus Angst und Scham lieber heimlich im Müll verschwinden lassen als sie den Nachbarn zu übergeben. Auf dem Land kommen die Güllegruben dazu. Katzen rutschen schnell mal hinein und kommen auch hier nur schwer allein wieder heraus.

Plötzlich verschwunden

Der Alptraum: Die Katze kommt von ihrem Ausflug nicht wieder nach Hause und bleibt trotz Locken und Suchen verschwunden. Hier habe ich bereits darüber geschrieben. Chippen nicht vergessen!

Jäger

Ist das nächste Wohnhaus weit genug von der Katze entfernt, dürfen Jäger schießen. Die offiziellen Katzen-Abschusszahlen sind erschreckend und in einigen Bundesländern 5-stellig pro Jahr!

Raubtiere

Großraubtiere leben in unseren Wäldern noch nicht allzu viele. Die größte Gefahr geht wohl von freilaufenden Hunden aus, die Katzen jagen und packen. Verletzungen können aber auch von anderen Tieren stammen, zum Beispiel von Mardern.

Tierfreunde

Katzen sind manchmal so, dass sie einfach mal fremde Menschen besuchen. Unsere Katze Lotti ist so eine. Ihr ganzes Leben lang sehr scheu gegenüber fremden Menschen, begann sie eines Tages Gefallen an unseren Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu finden und besucht sie seitdem regelmäßig. Sind es keine netten und vernünftigen Nachbarn wie wir sie haben, kann es Probleme geben. Die einen füttern “nur”. Andere sammeln die Katze ein, denken möglicherweise, dass sie kein Zuhause hat und behalten sie.

Katzenhasser

Einschüsse, Verbrennungen, Verätzungen oder andere Verletzungen von Menschenhand kommen immer wieder vor. Trotzdem denke ich, dass es nicht die Regel ist und die meisten Menschen, die Katzen nicht mögen, es dabei belassen, die unbeliebten Besucher zu verscheuchen.

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