3 Zeckenmärchen und was wirklich dahinter steckt

10. Juni 2016

Katzenwissen

Die Zeckenzeit ist da. Warum ich mich in zeckenreichen Gegenden nicht unter Bäume lege, beim Entfernen einer Zecke trotzdem drehe und es nicht der Kopf ist, der stecken bleiben kann, erfahrt ihr hier.

Zecken Katzen

Zecken sitzen nicht auf Bäumen

Wenn jemand behauptet, dass Zecken auf Bäumen sitzen, schreien sogar Tierärzte auf und behaupten, dass es nicht stimmt und die Parasiten nur im Unterholz lauern.

Zecken sitzen aber auch auf Bäumen. Sie halten sich aber bevorzugt im Unterholz und in Büschen bis maximal 1,5 m auf. Wenn es diese aber nicht gibt, weichen Zecken auf Bäume aus. Wer es nicht glaubt, legt sich mal innerhalb eines Zeckengebiets unter einen Baum in einem Park, wo es sonst überwiegend Wiese gibt. Ich empfehle dazu Münster, wo ich mich erstmals unschuldig unter einem Baum liegend von Zecken beregnen ließ. Und nein, sie krabbelten nicht von den Grashalmen auf mich rüber. Sie fielen definitiv vom Baum.

Zecken muss man rausdrehen

Zecken haben kein Gewinde. Wenn ihr sie wie eine Schraube rausziehen wollte, kann es passieren, dass ihr sie einfach abreißt und der Kopf stecken bleibt. Das Ziehen ist aber manchmal auch nicht so einfach. Ihr dürfte es nicht zu ruckartig tun, damit die Zecke noch dazu kommt, loszulassen.

Ich entferne Zecken immer mit einer knappen viertel Umdrehung aus dem Handgelenk. Das liest sich komplizierter als es ist. Ich nehme die Zecke zwischen Finger oder Zeckenzange, ziehe und mache dabei eine viertel Umdrehung. Vergleich: Stellt euch vor, ihr hängt an einer Reckstange und haltet euch mit beiden Händen fest. Wenn jemand zieht, könnt ihr euch je nach Kraft noch etwas halten. Wenn derjenige nur dreht, lasst ihr entweder los oder eure Arme werden brechen. Wenn jemand dagegen zieht und dabei leicht dreht, werdet ihr am schnellsten loslassen. Genauso gut klappt es aber auch, wenn ihr etwas zieht, einen winzigen Augenblick wartet und sie dann komplett rauszieht.

Wenn der Kopf stecken bleibt, muss man sofort zum Tierarzt

Katzenhalter geraten schnell in Panik, wenn doch einmal ein Kopf der Zecke stecken bleibt. Das ist jedoch halb so schlimm und kein Grund sonntags kopflos zum Notdienst zu fahren. Es ist kein Kopf der steckenbleibt, sondern das Stechorgan. Dieses tut niemandem mehr etwas, die Zecke ist schließlich tot und drin steckt nur noch ein kleines Körperteil von ihr. Normalerweise wird dieses als Fremdkörper ausgestoßen. Manchmal kann an dieser Stelle eine Entzündung auftreten. Behaltet die Stelle im Auge und sucht einen Tierarzt auf, wenn sie sich auffällig verändert.

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