Katze an Transportbox gewöhnen – Anleitung

Wenn Katzen keine Transportkisten mögen, wird jeder Gang zum Tierarzt zum Horror. Nicht nur, dass sie sich wehren. Katzen merken es immer schon vorher und verhalten sich manchmal, als wenn sie noch nie zuvor Menschenkontakt hatten. So könnt ihr eure Katze an die Transportkiste gewöhnen.

Katze an Transportkiste gewoehnen

Die richtige Transportkiste und der umsichtige Transport

Stellt euch vor, ihr werdet in eine Kiste gesperrt. Schon schlimm genug, doch stellt euch weiter vor, dass ihr euch weder drehen noch aufrichten könnt. Nicht schön, oder? Dann werdet ihr auch noch von jemandem getragen werdet, der es nicht schafft, diese ruhig zu halten, sodass ihr hin und her geschlenkert. Schließlich stellt man euch in fremder Umgebung auf den Boden und ihr seht nur Füße und Hunde. Ein Alptraum. Versetzt euch immer in die Lage eurer Katze und versucht es, ihr das Unangenehme nicht noch unangenehmer zu machen.

Transportkiste offen in die Wohnung stellen

Sucht euch einen schönen, leicht geschützten Platz für eure Transportkiste, an dem eure Katze regelmäßig vorbei läuft. Legt eine schöne Decke rein und macht sie eurer Katze so besonders gemütlich.

Extraeinladung

Wenn es bestimmte Leckerlies gibt, die eure Katze besonders gerne mag, gebt diese ab sofort nur noch in der Kiste. Wichtig: Lockt eure Katze damit nicht in die Kiste. Stattdessen deponiert ihr täglich ein paar heimlich im gefährlichen Transportkorb, sodass sie von eurer Katze eher zufällig gefunden werden. Das hat den Vorteil, dass sie die Leckerchen nicht mit euch, sondern mit dem Feind verbindet und die Möglichkeit hat, sich dem Korb in Ruhe anzunähern.

Positive Konditionierung

Erst wenn eure Katze gemerkt hat, dass der Transportkorb nicht zwangsläufig mit etwas Negativem in Verbindung steht und ihn von sich aus regelmäßig aufsucht, könnt ihr mit dem Training beginnen.

Am leichtesten geht dies mit Hilfe des Clickertrainings. Das folgende Video zeigt sehr gut, wie es geht. Allerdings geht Vivian Theby im Video sehr schnell vor, weil sie mit einer jungen Katze trainiert. Ihr solltet dagegen sehr viel langsamer vorgehen und bei täglichem Training nur einen Schritt zurzeit üben und nicht ungeduldig werden. Ihr werdet sehen, dass sich diese Geduld bezahlt macht.

Transportkisten-Spiel

Eure Katze ist natürlich nicht blöd. Ihr könnt so viel trainieren und bestechen wie ihr wollt. Muss sie schließlich zum gefürchteten Tierarzt, wird sie sich das merken und wieder ein Stück weit das Vertrauen in euch und die Transportkiste verlieren. Ihr werden mit jedem negativem Erlebnis ein paar Rückschritte machen. Deshalb solltet ihr euch immer eine Waage vor Augen halten. Die eine Waagschale enthält die positiven Erlebnisse mit der Transportkiste, die andere die negativen. Sorgt dafür, dass die positive Waagschale immer wieder gefüllt wird. Nur wenn sie übervoll ist, verträgt sie auch mal etwas Negatives.

Wie ihr das macht? Ganz einfach. Überlegt euch, was eurer Katze Freude macht. Die Hauptmahlzeiten oder die regelmäßige Spielzeit zum Beispiel. Nun macht euch ein Ritual daraus, dass die Kiste immer diese positiven Erlebnisse einläutet. Ihr tragt eure Katze morgens zum gefüllten Futternapf und spaziert mit ihr darin zunächst eine kleine Runde durch die Wohnung mit anschließendem Spiel. Das klingt albern, doch es funktioniert. Probiert es aus.

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