Weihnachtssterne – nicht nur giftig

Er ist Teil unserer Weihnachtstradition – der Weihnachtsstern, Christstern oder Adventsstern. Doch er ist nicht nur giftig für unsere Katze. Es sprechen noch andere Fakten klar gegen diese Pflanze.

Weihnachtsstern giftig fuer Katzen

1. Weihnachtssterne sind pflegeintensiv

Viele Menschen – mich eingeschlossen – schaffen es nicht, ihren Weihnachtsstern über den Winter zu bringen. Er braucht es warm und sehr hell, sollte aber im besten Fall nicht in Heizungsnähe stehen. Die Erde darf niemals austrocknen, aber auch schon leichte Staunässe ist für diese Pflanze tödlich.

Und selbst dann, wenn wir alles berücksichtigen und unser Bestes tun, kann es passieren, dass der Weihnachtsstern schon nach kurzer Zeit seine Blätter fallen lässt. Schon kleinste Fehler beim Transport oder die zu kühle Lagerung im Handel sorgen dafür, dass wir trotz guter Pflege nicht lange gut von ihm haben.

2. Weihnachtssterne sind ökologisch fragwürdig

Weihnachtssterne kommen ursprünglich aus tropischen Ländern Süd- und Mittelamerikas wie auch Mexiko. Von dort aus verbreitete er sich in alle Welt. In anderen warmen Ländern wie Afrika und Australien verwilderte er und ist nun auch dort in der Natur zu finden. Bei uns in Mitteleuropa gibt es ihn nur im Winterhalbjahr als Kulturpflanze zu kaufen.

Für die „Produktion“ dieser tropischen Pflanzen wird viel Energie benötigt. Die Gewächshäuser, in denen sie großgezogen werden, müssen rund um die Uhr beheizt werden. Zwar ist es möglich, mit dem Abdecken der Pflanzen und modernen Technologien Heizkosten zu sparen. Aus ökologischer Sicht aber sind die Zucht dieser Pflanzen und auch der unterstützende Kauf höchst fragwürdig.

3. Weihnachtssterne sind giftig

Der Hauptgrund, weshalb wir keinen Christstern zu Hause haben sollten, ist ihre Giftigkeit. Die zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehörende Pflanze ist bekannt für ihre enthaltenen Diterpene, hautreizenden Inhaltsstoffen. Diese Diterpene sind aber nur in der Wildform enthalten. Der kultivierte Weihnachtsstern aus dem Handel enthält diese nicht mehr.

Dennoch ruft der enthaltene Milchsaft nach Verzehr Vergiftungserscheinungen hervor. Wir Menschen müssten schon eine Menge davon verzehren und würden wahrscheinlich nur Bauchschmerzen bekommen. Unsere Katzen aber, dessen Stoffwechsel sich von unserem teilweise stark unterscheidet, sind deutlich empfindlicher.

Auch wenn nur der Verdacht besteht, dass eine Katze davon gefressen hat, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Vergiftungssymptome sind sehr unspezifisch und reichen von Zittern und Gleichgewichtsstörungen über Erbrechen und Durchfall bis hin zu Lähmungen und Herzrhythmusstörungen.

Fazit: Kaum etwas spricht dafür, sich einen Weihnachtsstern ins Haus zu holen. Giftig, schwer zu pflegen, ökologisch höchst fragwürdig und dabei noch nicht einmal besonders schön. Stattdessen kann man sich viel besser ein paar Tannenzweige in eine Vase stellen.

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