Katze Nimmersatt – was tun, wenn die Katze immer hungrig ist?

Wählerisch sollen Katzen eigentlich sein, doch einige von uns Katzenhaltern kennen es auch anders. Manche Katzen drehen regelrecht durch, wenn es ums Futter geht und scheinen niemals satt zu werden. Im heutigen Katzenblog-Artikel möchte ich euch Tipps geben, was ihr dagegen tun könnt.

Katze hat immer Hunger

Schon Stunden vor der eigentlichen Fütterungszeit läuft die Katze einem vor den Füßen herum – vor allem, wenn man Anstalten macht, in Richtung Küche zu gehen. Öffnet man den Kühlschrank, hängt sie einem schon am Bein und die Futterschüssel kann nur auf den Boden „geworfen“ werden, um zu vermeiden, dass sich die Katzenkrallen tief in die Hand bohren, wenn man sie auf den Boden stellen möchte.

Doch warum machen Katzen so etwas? Eigentlich sind es doch ruhige Fresser, die sich ihr Futter sogar einteilen.

Der Grund hierfür liegt fast immer in ihrer Vergangenheit. Ausnahmen gibt es natürlich, wenn beispielsweise organische Gründe vorliegen, denn bei Diabetes oder einer Schilddrüsenüberfunktion können Katzen ebenfalls Heißhunger entwickeln.

Meistens sind es aber Katzen, die irgendwann einmal Futterknappheit erlebt haben. Vielleicht kommen sie vom Bauernhof, wo sie fressen mussten, was sie kriegen konnten. Vielleicht mussten sie sich eine Weile allein draußen herum schlagen. Vielleicht kommen sie aus dem Tierheim, wo die Fütterungszeit eins der wenigen Highlights im tristen Käfigalltag war. Vielleicht durften sie sich aber auch nie satt fressen, weil ihre Halter immer sehr genau auf die Futtermenge geachtet haben.

3 Tipps, die helfen können

Lange Rituale vermeiden

Vermeidet es, zu lange für die Futterzubereitung zu brauchen, denn je länger es dauert, umso mehr Zeit hat eure Katze, sich in ihren Hunger hinein zu steigern. Vielleicht schafft ihr es, alles so vorzubereiten, dass ihr zur Fütterung nur noch die Futterschüssel hinstellen müsst. Wenn auch das noch zu gefährlich ist, werft in einem anderen Raum ein paar Leckerchen in die Luft, damit eure Katze erst einmal beschäftig ist. In der Zwischenzeit stellt ihr das Futter an seinen Platz.

Futterneid vermeiden

Je mehr gierige Katzen in einem Haushalt leben, umso schlimmer. Eine Katze, die meint, nicht genug Futter zu bekommen, fühlt sich in ihrer Annahme bestätigt, wenn in ihrer Nähe eine weitere Katzen ebenfalls das Futter herunter schlingt. Im besten Fall werden die Katzen getrennt gefüttert. Zumindest sollte Sichtkontakt vermieden werden, am besten auch Hörkontakt.

Satt fressen lassen

„Aber ich kann meiner Katze doch nicht so viel geben, wie sie fressen würde“, meint ihr jetzt vielleicht denken. Doch, das könnt ihr – zumindest kurzfristig. Denn wider Erwarten hören Katzen tatsächlich irgendwann auf zu fressen. Magenüberladungen sind bei Katzen selten und man geht davon aus, dass auch Bakterien dabei eine Rolle spielen. Vermeiden solltet ihr Trockenfutter. Gebt stattdessen hochwertiges Feuchtfutter oder – wenn ihr roh füttert – rohes Fleisch.

Bei kleinen Katzen klappt es sehr schnell. Wird die Fütterungsmenge deutlich erhöht, verhalten sie sich bei der Fütterung bereits nach wenigen Tagen ruhiger. Erwachsene Katzen – vor allem ehemalige Tierheimbewohner oder Streuner – brauchen etwas länger. Habt ihr nun eine Katze, die auch bei erhöhter Futtermenge nicht satt zu werden scheint oder eine mit starkem Übergewicht, hilft euch vielleicht das Untermischen von gekochter Kartoffel oder entsprechender, eingeweichter Flocken, z.B. Kartoffelflocken von Grau. Da es damit aber zu einem Nährstoffungleichgewicht kommt, weil so viel Pflanzliches nicht der natürlichen Nahrung von Katzen entspricht, dürft ihr es maximal zwei Wochen durchziehen.

Viele kleine Portionen zu füttern ist immer gut, denn dies entspricht eher der Natur der Katze als zwei große Mahlzeiten am Tag. Meiner Erfahrung nach hat dies aber kaum Einfluss auf die Gier einer immer hungrigen Katze.

Und was ist mit den Anti-Schlingnäpfen? Wenn euer größtes Problem das Schlinge ist, könnt ihr sie benutzen. Doch sie lösen nicht das Problem „Hungergefühl“.

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11 comments

  1. Hallo, ich hätte eine Frage ich habe eine zweieinhalbjährige Britisch Kurzhaar und sie wiegt vier Kilo der Tierarzt erzählt mir immer sie müsse Abnehmen sie miaut aber in einer Tour ich nehme an sie hat Hunger

  2. Überall schreiben Katzenkenner, man soll extrem verfressenen Katzen so viel geben, bis sie satt sind, um sie umzugewöhnen. Auch las ich, dass man erst recht Jungkatzen das Futter nicht rationieren sollte.

    Daran hielt ich mich, als meine beiden mit irgendwas zwischen 3 und 6 Monaten zu mir kamen. Ich gab ihnen eine große Menge guten Nassfutters ohne Getreide und Zucker. Die eine der beiden Schwestern aß und isst bis heute, bis sie satt ist, die andere verdrückte seit jeher sowohl ihre Portion und anschließend auch den Rest ihrer Schwester. Anfangs blieb noch was übrig, aber mit der Zeit passte mehr in ihren Magen.
    Als ich nur einen Monat später den Tierarzt für Impfungen aufsuchte, sagte dieser zu mir, dass der Nimmersatt zu dick ist. Als ich sie bekam, waren beide gertenschlank.
    Ich begann also zu rationieren, damit Nimmersatt nicht mehr zu dick ist. Das Ergebnis ist, dass sie seitdem extrem aufgeregt ist, wenns ans Fressen geht. Vorher war sie immerhin entspannt, jetzt hechelt und keucht sie bei der Fütterung und wird schier nie satt.

    Ihr so viel zu geben, wie sie will, hat ihr also nur geschadet (krank ist sie nicht, das ist abgeklärt). Ich versuche sie oft zu füttern, aber mehr als 3 mal täglich geht nicht.

    Dass Katzen nicht erziehbar sind, ist übrigens der größte Humbug, den ich von allen Katzenmythen kenne.
    Teotz, dass Sinoni derart verfressen ist, wartet sie, bis Muiri satt ist, bevor sie sich über deren Reste hermacht. Das tat sie nicht von Anfang an. Anfangs ging sie, sobald ihr Napf leer war, schnurstracks zu Muiri und fraß bei ihr mit, wogegen Muiri auch keine Einwände hat. Ich bin dabei geblieben und habe Sinoni davon abgehalten, zu Muiris Napf zu gehen, bis Muiri soch streckte und ihr Mäulchen leckend davon tapste. Dann gab ich meinem Vielfraß das Signal, dass sie nun darf. Das war noch ganz am Anfang, als ich noch nicht ahnte, wie sich die Fütterungen entwickeln werden.
    Auch heute frisst sie noch die Reste von Muiri (ich will Muiri einfach keine Menge vorschreiben, sie ist gerade kräftig genug, um nicht dürr zu sein) und geht grundsätzlich auf höflichen Abstand, wo sie sich hinlegt und wartet.

    Desweiteren machen meine Katzen keinen Terz beim Füttern. Das tttaten sie, als ich sie bekam. Sie waren derart unruhig, liefen hin und her, sprangen auf die Küchenplatten und Tische, Muiri kletterte sogar die Wand an einer Stelle, wo sie von 2 Seiten ran kam, hoch, was ich sehr niedlich fand, aber mir war klar, dass meine Wand das nicht lange schadenfrei übersteht.
    Was habe ich getan? Mich an der Hundeerziehung orientiert. Ich wuchs teilweise mit Hunden auf und diese Hunde hatten immer zu sitzen, bis sie ihren Napf bekamen. Jede Form der Unruhe wurde damit unterbunden, dass sie erst sitzen mussten und zwar so lange, bis das Kommando „fass“ (was ihnen ausschließlich für die Futteraufnahme antrainiert wurde) kam. Dann durften sie aufstehen und die Schnauze im Napf versenken.

    Meinen Katzen habe ich ein Kommando zur Futteraufnahme erspart, aber seit ungefähr dem dritten Tag, den sie bei mir waren, müssen sie sitzen, bevor es fressen gibt. Das klappte sehr, sehr schnell. Nach wenigen Tagen hatten sie das drauf und bevor Sinoni total fressgestört war, warteten beide Katzen ruhig und entspannt und sitzend auf ihr Futter. Sie sind nun 3 Jahre bei mir und Muiri sitzt bereits während der ganzen Futterzubereitung. Ja, sogar Sinoni setzt sich währenddessen erst mal hin. Sie steht nur leider immer auf, sobald ich die fertig gefüllten Näpfe in die Hand nehme. Muiri sitzt bis zum Schluss (sie war anfangs die aufgeregtere). Sinoni braucht immer ein bisschen, bis sie wieder sitzt, aber trotz Aufregung, setzt sie sich immer wieder hin. Ich werde auch keinesfalls jemals einem Tier angewöhnen, dass es sein Futter umso schneller bekommt, je aufgeregter und aggressiver es ist! Damit bringt man dem Tier genau das Gegenteil dessen bei, was man sich wünscht. Deshalb finde ich diesen Rat auch gefährlich (gefährlich für die Bindung zwischen Halter und Tier). Ich würde bei den oben genannten agressiven Szenarien auch nicht erwarten, dass sie sitzt (versuchen würde ich es vielleicht, das könnte man eh erst beurteilen, wenn es soweit ist und man das Tier erlebt), aber ich würde zumindest warten, bis das Tier zumindest ein wenig ruhiger ist. Und nach einer geraumen Zeit vielleicht noch einen Moment länger die Ruhe aufrecht halten lassen…
    Gerade wenn es ums Fressen geht, sind Katzen fast schon lernwilliger als Hunde. Zumindest solange die Katzen Hunger haben. So ist meine Beobachtung. Sind meine Katzen zur Fütterung mal satt (kommt tatsächlich vor, bei beiden, nur eher selten), dann interessiert die auch das Kommando „sitz“ nicht mehr (dann stelle ich das Futter grundsätzlich erst mal wieder weg, Futter gibts nur, wenn die Katzen sitzen).
    Auch bedrängen sie mich nie, bevor ich Futzer mache. Klar kommen sie mir auch mal (nicht immer) in die Küche hinterhergelaufen, aber wenn sie sehen, dass ich etwas aus dem Kühlschrank nehme, was noch nie etwas mit ihrem Futter zu tun hat, kehren sie wieder um. Und selbst Nimmersatt Sinoni läuft nicht Stunden vor der Fütterung auf und ab.

    Also… redet euch und den Leuten nicht ein, das Katzen nicht erziehbar sind. Ich halte es für ausgeschlossen, dass ich die einzigen beiden Katzen habe, die sich erziehen lassen.
    Helft den Katzen lieber, indem ihr den Haltern beibringt, dass auch eine Katze sich zu benehmen hat, bevor es Futter gibt. Das macht sie definitiv entspannter. Auch wenn meine Sinoni nicht so entspannt ist, wie ich es gerne hätte. Hätte ich sie von Anfang an machen lassen, würde sie definitiv jetzt zu den Terrorkatzen gehören.

  3. Hallo,
    ich würde erstmal zum Tierarzt gehen und meine Katze untersuchen, um sicher zu sein, dass es keine medizinischen Ursachen hat. Wenn aber alles ok ist, dann kann man verschiedene Methoden ausprobieren und hoffen, dass es klappt.

  4. Hallo Leute,
    ich habe 2 Kätzchen (7 Monate alt), aus unterschiedlicher Privatzucht.
    Die eine hat immer Hunger, sobald jemand Richtung Küche läuft springt sie auf. Die andere benimmt sich ganz normal. Beide bekommen Nassfutter nach Zeiten (3x täglich) und gelegentlich Leckerchen.
    Ich weiss nicht was ich machen soll, ich bekomm die eine Nie satt. Sie ist bereits deutlich schwerer wie die andere. ( ca +1,5 kg)🙄 bin über jeden Tipp dankbar

  5. Ja hallo. Habe jetzt einen Kater bekommen 9 Monate alt. Er kommt vom Bauernhof wo er mit mehreren Katzen und anderen Tieren lebte.jetzt hab ich ihn bekommen und mir wurde gesagt früh und abends zu füttern aber das reicht ihm nicht wenn man dann zur küche geht miaut er und will fressen.obwohl er schon jetzt 3 mal fressen bekommt. Vielleicht legt sich das aber jetzt zur Zeit ist es übelst.und frisst auch kaum Trockenfutter.jemand einen Tipp?

  6. Unser kitten kam mit knapp 7 Wochen zu uns da ihre Mutter keine Milch mehr gab. An Futter war sie schon gewöhnt doch sie frisst ganz gierig, sodass sie erbricht und egal was und wann ich esse, miaut sie schlimm und springt mir sogar ins Teller. Was tun bitte?

    • Hallo Sandra, das hilft dir jetzt nicht mehr, aber vielleicht anderen. Ich musste meiner Babykatze wochenlang alles ganz klein pürrieren… dann hat sie es nicht mehr ausgekotzt. Und ich hab ihr erst mal eine mini-portion gegeben, und geschaut, ob es drin bleibt. Und warm – also handwarm – servieren. Gierig ist sie immer noch und nach jetzt 8 wochen „Brei“ frisst sie auch schon zerdrücktes futter. Aber gut für sie ist auch nur Futter aus 100 % Fleisch. Alles andere verträgt sie nicht.

  7. Hallo Manuela!
    Unser Kater hat auch immer Hunger 😻
    Wir haben ihn als Fundtier aus dem Tierheim geholt, und uns wurde gesagt, dass er sehr verfressen ist. Aber dass es so schlimm ist, hätten wir nicht gedacht. Nassfutter können wir ihm in seinem Beisein nicht geben, da dreht er völlig durch. Aber das hat sich sowieso erledigt, denn nach einer Weile hat er eine Futtermittelunverträglichkeit entwickelt. Er bekommt jetzt nur noch Allergiefutter von Vet Concept. Morgens, mittags und abends bekommt er ca. 16 g, und so um 22 Uhr noch mal eine kleine Menge im „Fummelbrett“. Empfohlen werden ja ca. 10 g pro Kilo Körpergewicht. Er wiegt 4,2 Kilo. Ich habe jetzt überlegt, einen Futterspender anzuschaffen, damit er vormittags auch noch eine kleine Portion bekommt. Wäre das sinnvoll? Oder wird es dann doch zu viel, weil es sich um Trockenfutter handelt?
    Viele Grüße
    Petra

  8. Haben auch 2 Kater. Der eine zu schwer- der andete immer hungrig. Aber irgendwie stimmts. Hatten zu wenig zu essen als sie freilebend waren. Getrennte Fuetterung. Damit der schlankere noch etwas essen kann. Mehr kleine Portionen mag er und oft. Etwas anderes weiss ich auch noch nicht.

  9. Vielen Dank! Ich habe hier nämlich 2 Schleckermäulchen, die gefühlt NIE satt werden. Sobald ich in die Küche, oder auch nur in die Nähe, kommen sie sofort und schlängeln sich um meine Beine. Futterneid ist leider auch nicht selten. Ich werde sie jetzt getrennt füttern und ihnen mehr kleine Portionen verfüttern 🙂 hoffentlich wird es dann besser :-/
    Ich melde mich dann nochmal, wenn es sich gebessert hat:D
    LG

    • Hallo
      Ich habe 2 katzen, die grosse ist nicht das Problem.
      Die Kleine ist jetzt 3 Jahre alt. Sie ist eine Handaufzucht, da die Mutter sich nicht mehr kümmern konnte.
      Die frisst alles, was ihr in die Quere kommt. Sie öffnet Deckel vom Topf und man kann nix in der Küche stehen lassen.
      Inzwischen wiegt sie fast 6 kg, obwohl sie sehr aktiv ist und sich viel bewegt.
      Ich gebe ihr schon nur halbe Portionen vom Nassfutter (da würde sie auch 4 Schälchen alleine fressen) und n bissl Trockenfutter im Fummelbrett.
      Habt ihr eine Idee wie ich das ändern kann?
      Ich habe das Gefühl, dass sie einfach immer hunger hat.
      So langsam verzweifel ich.

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