Katzenurin entfernen – Zaubermittel Enzymreiniger

Kaum etwas stinkt mehr als Katzenurin. Hat die Katze sich erst einmal irgendwo verewigt, ist der Geruch schwer zu entfernen und mit etwas Pech beginnt ein Teufelskreis. Normale Reinigungsmittel machen alles nur noch schlimmer. Die Lösung des Problems arbeitet mit Enzymen.

Katzenurin entfernen Enzymreiniger

Warum normale Reinigungsmittel nicht gegen Katzenurin helfen

Außer bei unkastrierten Katern und nierenkranken Katzen ist Katzenurin zunächst fast geruchsneutral. Mit der Zeit aber wird der Geruch intensiver bis es schließlich anfängt zu stinken.

Ursache hierfür sind Bakterien, die bei ihrer Zersetzungsarbeit üble Gerüche freisetzen. Aus diesem Grund reicht schon ein kleiner Rest Katzenurin, der beim Saubermachen übersehen wurde, um eine ganze Wohnung zum Stinken zu bringen.

Wie ihr versteckte Pipi-Spuren findet? Am besten mit UV- bzw. Schwarzlicht. Inzwischen gibt es sogar spezielle Taschenlampen mit diesem Licht, extra für betroffene Katzenhalter.

Normale Reinigungsmittel wirken nur an der Oberfläche und können den Geruch sogar noch verschlimmern. Die Ursache beheben sie aber nicht. Noch weniger tun es Duftsprays. Kurze Zeit habt ihr das Gefühl, der Geruch sei verschwunden, doch tatsächlich ist er nur überdeckt. Ist der Duft erst verflogen, riecht ihr auch den Katzenurin wieder.

Je „schärfer“ das Reinigungsmittel, umso mehr greift es Untergründe an. Benutzt deshalb niemals Sanitärreiniger oder Ähnliches. Der pH-Wert ist sogar für Sanitärgeräte zu sauer, weshalb immer nachgespült werden muss. Eure Teppiche und Sofas könnt ihr damit komplett zerstören.

Ein weiteres Problem sind Inhaltsstoffe wie Ammoniak, deren Rückstände unsere Katzen geruchlich wahrnehmen und sie möglicherweise dazu animieren, wieder an dieser Stelle zu urinieren. Auch Reiniger mit Zitrus- oder Essigbestandteilen können dieses Verhalten nach Erfahrung einiger Katzenhalter begünstigen.

Wirkung von Enzymreinigern

Es gibt zahlreiche Enzyme, die unterschiedliche Aufgaben haben. Die einen spalten Fett, die anderen Zucker und wieder andere Proteine. Man nennt sie deshalb auch biologische Katalysatoren.

Enzymreiniger enthalten solche Enzyme und sind aufgrund der unterschiedlichen Wirkungsweisen der einzelnen Enzyme genau auf ihr Einsatzgebiet abgestimmt. Ihr solltet deshalb einen wählen, der für euren Einsatzzweck bestimmt ist.

Die Spaltung des Katzenurins geschieht dank eines Enzymreinigers geruchsfrei. Schmutz wird gelöst und Gerüche verfliegen. Es wird lediglich aufgesprüht und kann nach der vorgegebenen Einwirkzeit abgewischt oder abgetupft werden.

Solltet ihr Enzymreiniger verwenden, achtet genau auf die Anwendungshinweise. Die Enzyme vertragen weder Reinigungsmittel mit saurem pH-Wert noch heiße Umgebung. In diesem Fall kann es zu einer Denaturierung der Enzyme kommen und der Enzymreiniger verliert seine Wirkung. Optimal ist meist Zimmertemperatur bis lauwarm. Sie wirken übrigens auch in 30°-Waschgängen.

Enzymreiniger sind ungiftig. Dennoch solltet ihr auf eventuelle Zusatzstoffe achten. Reinigungsmittel „mit Enzymen“ sind nicht automatisch Enzymreiniger. Außerdem fügen einige Hersteller ihren Reinigern unnötige Duftstoffe bei. Bekannte und wirksame Produkte sind Biodor animal und Happyzym.

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