Naturkratzbaum bauen – 5 Dinge, die ihr wissen müsst

Ihr träumt von einem selbstgebauten Naturkratzbaum oder habt sogar schon Baumstämme ergattern können? Wie ihr ihn baut, bleibt eurer Vorstellung belassen, doch Folgendes solltet ihr dabei beachten.

Naturkratzbaum bauen

1. Naturholz muss trocknen

In Baumstämmen ist viel Flüssigkeit gespeichert. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euren Baumstamm vor der Verarbeitung trocknen lasst. Tut ihr es nicht, arbeitet das Holz weiter, denn mit dem fortschreitendem Wasserverlust, schrumpft der Baum. So kann es sein, dass er sich nachträglich verzieht, Schrauben nicht mehr halten, sich Risse bilden, zusätzliche Bauteile sich lösen und ihr nachträglich ausbessern müsst. Etwa ein Jahr muss ein frisch gefällter Baum trocknen, am besten im Innenbereich. Habt ihr einen sehr warmen und trockenen Heizungskeller reicht unter Umständen auch ein halbes Jahr. Außerdem haben die im und auf dem Stamm lebenden Tiere so genug Zeit, den sterbenden Baum zu verlassen.

2. Rinde gibt es nur mit kleinen Tierchen

Eigentlich ist die Rinde das schönste am Baum, vor allem, wenn es raue Rinde ist. Katzen lieben sie, zerkratzen sie und zum Hochklettern ist sie auch viel schöner als Sisal. Doch in und unter der Rinde leben viele Tierchen, die man nicht unbedingt in der Wohnung haben möchte. Spinnen, Käfer, Maden und fast immer auch Holzwürmer. Soll der Naturkratzbaum später auf dem Balkon oder auf der Terrasse stehen, würde ich die Rinde immer dran lassen. In der Wohnung dagegen würde ich bei Bäumen, die nicht schon ein paar Jahre abgelagert sind oder in der Trockenkammer eines Tischlers waren, die Rinde schälen.

3. Nicht zu lange mit dem Schälen warten

Man könnte meinen, dass getrocknete Rinde leichter von einem Baumstamm zu entfernen ist als frische. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das Schälen geht bei frisch gefällten Bäumen am einfachsten. Dabei kommt es nicht auf wenige Wochen an. Zu lange warten solltet ihr damit aber nicht.

4. Sisal statt Rinde

Habt ihr euch für einen Naturkratzbaum ohne Rinde entschieden, muss eine Alternative her. Ich bin persönlich kein Freund von Sisalband, weil Katzen nun mal senkrecht am Baum kratzen und das Band quergewickelt wird. Ein paar vereinzelte Stellen mit Sisal braucht ein geschälter Stamm aber schon, wenn eure Katzen am Stamm hoch klettern sollen. Für die meisten Katzen ist er ohne Rinde zu glatt.

Es ist aber auch abhängig von der von euch gewählten Holzart. In Weichholz können sich Katzen besser festhalten als an Hartholz. Zu Weichholz gehören u.a. Kiefer, Weide und Linde. Außerdem auch Birke, vorausgesetzt sie ist nicht an einem sehr schattigem kühlen Ort mitten im Moor gewachsen oder ihr habt sie aus Skandinavien mitgebracht. Tannenhölzer gehören alle zu den Weichhölzern, doch viele Katzen mögen sie nicht, was womöglich am enthaltenen Harz liegt.

5. Katzen strecken sich zum Kratzen

Es gibt einen Baufehler, den sogar viele professionelle Kratzbaumhersteller machen. Katzen brauchen Platz zum Kratzen. Sie stellen sich auf die Hinterbeine und strecken sich nach oben. Blöd nur, wenn der Stamm dann schon zu Ende ist und sie nur gebückt kratzen können. Schaut deshalb, dass ihr nicht alles mit Sitzbrettern voll schraubt und achtet darauf, dass vor allem im unteren Bereich genug Platz zum Kratzen bleibt.

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