Kater und Katze zusammen halten?

Die gemeinsame Haltung von Katze und Kater galt lange Zeit als optimal. Inzwischen hat die Erfahrung aber gezeigt, dass dies nicht immer so ist.

Katze und Kater zusammen halten

Katzen und Kater – ihre besonderen Eigenschaften

Auch wenn der Charakter eines Tieres nie allein von seinem Geschlecht abhängig ist, so gibt es doch Eigenschaften, die recht typisch für Katzen bzw. Kater sind.

Einige Kater spielen sehr grob, lauern der Katze auf, springen auf sie rauf, beißen ihr in den Nacken und jagen sie durch das ganze Haus. Je unterforderter ein Kater ist,umso stärker kann er dieses Verhalten zeigen. Selbst bei Freigängern ist dies zu bemerken, wenn sie bei Regenwetter wenig raus können oder wollen.

Die wenigsten Katzen zeigen ähnliches Verhalten. Ihnen machen die Kämpfe der Kater eher Angst, da sie körperlich unterlegen sind und manches Mal ganz plötzlich aus dem Hinterhalt angefallen werden. Katzen spielen eher vorsichtiger und bevorzugen Beutespiele.

Kater und Katze zusammen halten

Grundsätzlich gilt bei einer Vergesellschaftung, dass Katzen am besten miteinander harmonieren, wenn sie das gleiche Geschlecht, ein ungefähr gleiches Alter und einen ähnlichen Charakter mitbringen. Diese „Richtlinie“ ist vor allem für Katzenanfänger zu empfehlen und lässt sich schon bei der Wahl von zwei Kitten anwenden.

Dennoch gibt es Katzen, für die genau das nicht passt. Meine Katze Lotti zum Beispiel ist so eine, die am besten mit älteren, spät kastrierten Katern zurecht kommt, die noch typisches Katerverhalten zeigen, aber aufgrund ihres Alters schon etwas ruhiger werden. Wer etwas Katzenerfahrung hat, seine Katze gut kennt und weiß, wie diese auf Artgenossen reagiert, wird selbst gut einschätzen können, welcher Katzentyp am besten als zukünftiger Kumpel geeignet ist. Denn gerade, wenn eine Katze sehr selbstbewusst ist und grob spielt oder ein Kater sehr ruhig, sanft und sensibel ist, passt diese Regelung manchmal eben nicht.

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6 comments

  1. Hey 🙂

    Wir haben aktuell 2 9-monatige Ragdoll Kater (geb. 28.06.18), beide sind kastriert.
    Nun muss eine Freundin umziehen und darf ihre Katze nicht mitnehmen, sie ist eine BKH und auch 9 Monat alt (27.06.18).

    Charakterlich sind die 2 Geschwister zum einen gelich, zum anderen unterschiedlich. Beide kuscheln gerne und kommen Abends oder morgens auf das Sofa/Bett. Der eine (Taro) ist jeodch ein kleiner wilder Raufbold, der viel Blödsinn im Kopf hat. Der Andere (Murphy) ist eher der ruhigere, der ragdolltypisch irgenwo auf dem Kratzbaum hängt und schläft.

    Ellie (die BKH) entpsricht den Beschreibungen und auch der Besichtigung 1 zu 1 Taro, also verspielt, raufboldig und auch viel Blödsinn im Kopf. Nun überlegen wir, Ellie zu uns zu nehmen in unsere Wohnung (48qm).

    Was wäre Ein Ratschlag, ja oder nein?

    Liebe Grüße,
    Tim

    • Hallo Tim,

      ich mag bei sowas ja nicht so gerne Ratschläge geben. Nicht dass ich nachher schuld bin, dass jemand oder eine Katze unglücklich wird. Grundsätzlich könnte es passen, weil es dann zwei Raufbolde gibt, die miteinander raufen können. Genauso könnte es schief laufen, wenn die Aufmerksamkeit einem dieser Zwei oder gar von beiden Wilden sich auf den Ruhigeren richtet. Eure Wohnung ist mit 48 qm auch nicht gerade riesig, sodass ausweichen schwierig ist und wildes Spielen unter Umständen auch. Mein Tipp deshalb: Erstmal in euch gehen, ob ihr wirklich den Platz für drei Katzen habt. Tipps für Klettermöglichkeiten für die Wand, falls ihr sowas noch nicht habt, findet ihr hier zur Genüge auf dem Blog. Und ihr solltet euch vielleicht auch einen Notfallplan zurecht legen, falls es mit der Neuen nicht funktioniert.

      Liebe Grüße,
      Manuela

  2. Ein herzliches Hallo, bin jetzt bischen verunsichert. Habe mich gestern für 2 Kitten entschieden. 1 Mädel und ein Junge. Sind grade geboren und über Charakter kann man noch nichts sagen. Auf alle Fälle stammen sie aus einer sehr guten Zucht. Wird das gut gehen? Danke

    • Hallo Maria,
      das Geschlecht ist nicht das einzige, was die Harmonie bestimmt. Es kommt vielmehr darauf an, welcher Typ die Katze später ist – ob wild und draufgängerisch oder ruhig und sanft. Das ist natürlich im Moment noch ein Glücksspiel und wird man erst später sehen.

  3. Hallo,habe einen drei jährigen Kater und eine etwas jüngere Katze.beides Freigänger.katze schießt oft auf Kater zu,auch von hinten,hab schon überlegt sie zu trennen.Was kann ich tun damit es mit beiden vielleicht doch passt,oder soll ich sie besser trennen?mfg

    • Hallo,

      das ist nun schwer zu sagen, wenn man die Katzen nicht kennt und die Situationen nie gesehen hat.
      Ist es denn spielerisch? Wenn die Katze noch jung ist, gibt sich das vielleicht mit der Zeit von ganz allein.
      Ich würde sie jetzt nicht unbedingt trennen. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kater darunter leidet und sich gegen die Kleinere nicht behaupten kann, könntest du auch eine Katzenpsychologin, die z. B. auch mit Bachblüten arbeitet, zu Rate ziehen.

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