Streunerkatzen helfen – 4 Möglichkeiten

Wir haben es im Winter schön warm, leiden weder Hunger noch Durst. Doch da draußen leben unzählige Katzen (der Deutsche Tierschutzbund geht von 2 Millionen aus), die um ihr Überleben kämpfen müssen.

Streunerkatzen helfen im Winter

Helfen kann jeder und das sogar ganz einfach. Egal ob ihr Wind und Wetter trotzt oder lieber im warmen Zimmern sitzt.

#1 Bei der Versorgung von Streunern helfen

Es ist die einfachste Möglichkeit zu helfen, denn Streunerkatzen gibt es überall. Fernab von Ruhm und Öffentlichkeit versorgen tierliebe Menschen morgens und abends freilebende Katzen an festen Futterstellen. Nicht selten sind es ältere Menschen, vor allem Frauen. Ich kenne einige von ihnen und sie wären froh darüber, wenn man sie mehr unterstützen würde.

Fragt im örtlichen Tierschutzverein nach oder schaltet eine Anzeige. Sicher wird man sich freuen, wenn ihr eure Hilfe anbietet. Ihr könnt Futter spenden, beim Füttern helfen und später feste Touren übernehmen, Katzenfallen kontrollieren oder mit Katzen zum Tierarzt fahren.

#2 Streuner zähmen und bei der Vermittlung helfen

Das regelmäßige Versorgen von freilebenden Katzen setzt Wetterfestigkeit voraus. Für alle, die lieber im Warmen sitzen, gibt es dennoch eine Möglichkeit, zu helfen.

Einige Tierschutzvereine bzw. Katzenschutzvereine mit angeschlossenem Tierheim nehmen Streunerkatzen auf und versuchen, diese in eine schönes Zuhause zu vermitteln. Das geht natürlich schneller, wenn die Katzen nicht mehr ganz so scheu sind. Und genau hier kommt ihr ins Spiel. Habt ihr Erfahrung mit ängstlichen Katzen und ganz viel Geduld, so könnt ihr regelmäßig Zeit mit diesen Katzen verbringen und ihnen so helfen, ihre Angst vor Menschen etwas abzulegen. So werden sie schneller ein Zuhause finden und es ist wieder Platz für die nächsten Notfälle.

#3 Wasser- und Futterstellen einrichten

Sowohl im Sommer als auch im Winter können Wildtiere und natürlich auch freilebende Katzen an Durst leiden. Es macht wenig Arbeit, eine flache Schüssel anzubieten und deren Wasser gelegentlich zu wechseln. Damit helft ihr nicht nur Katzen, sondern auch Vögeln, Igeln und andere Wildtiere.

Während ihr Wasser ohne weiteres anbieten könnt, müsst ihr bei der Fütterung etwas umsichtiger sein. Lebt ihr in einer Mietwohnung und füttert direkt bei euch am Haus, solltet ihr darauf achten, keine anderen Mieter zu stören und euch etwas mit eurem Vermieter gut stellen. Dieser hat nämlich das Recht, jederzeit die Fütterung zu untersagen. Eine Katastrophe, wenn sich bereits Katzen an eure Futterstelle gewöhnt haben.

Außerdem ist es wichtig, dass ihr zu möglichst festen Zeiten füttert, sodass die Katzen gleich kommen und auffressen. Die Reste müssten zeitnah weggeräumt werden, um keine Ratten oder Ähnliches anzulocken. Denn wenn diese erst von Mitbewohnern gesehen werden, gibt es nicht selten Theater.

Lebt ihr im Eigenheim oder füttert zu unbeobachteter Zeit in Garten- oder Firmengelände, habt ihr es  meist deutlich einfacher.

Eines solltet ihr aber immer bedenken: Mit dem Beginn der Fütterung übernehmt ihr die Verantwortung für ein oder mehrere Lebewesen. Ausfälle, Urlaube und anderes müssen geplant und die Versorgung der Katzen organisiert werden. Kranke und unkastrierte Katzen müssen eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. Braucht ihr hierfür Hilfe, wendet euch am besten an den örtlichen Tierschutzverein. Mit jungen Katzen solltet ihr euch – wenn möglich – näher beschäftigen, um ihnen die Angst vor Menschen zu nehmen.

Streuner gehören zu den „herrenlosen Tieren“. Ein Wort, mit dem man euch möglicherweise konfrontieren und versuchen wird, euch eure Hilfe etwas madig und schwer zu machen. Hierzu werde ich in den nächsten Tagen näheres schreiben.

#4 Schlafhäuser anbieten

Heimatlose Katzen haben es nicht leicht, Plätze zu finden, die vor Regen und Kälte schützen und ihnen noch dazu ein kleines bisschen Sicherheit geben. Häufig suchen diese Katzen Unterschlupf in offenen Schuppen und Kellern. Außerdem versuchen vor allem junge Katzen, sich unter gerade abgestellten und noch warmen Autos aufzuwärmen. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb immer wieder Katzen aus Motorräumen befreit werden müssen.

Ein Schutzhaus bietet Unterschlupf, schützt vor großer Kälte und Zugluft. Es eignen sich hierfür Hütten jeglicher Art, wenn sie zusätzlich isoliert sind. Eine günstige Alternative sind Styroporkisten. Ein paar Bauanleitungen für Schutzhütten aus Holz und Styropor habe ich euch hier schon einmal vorgestellt.

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2 comments

  1. Hallo,

    überall liest man wie man Katzen helfen kann aber nirgendwo kann man lesen wie einem selbst geholfen werden kann wenn man Katzen schon versorgt und die Kosten zu viel werden! Ich wohne in einem kleinen Dortf und füttere dort Streunerchen, kastriere wenn ich kann und pflege gesund wenn ich kann….aber die Kosten werden zu viel für mich und ich finde niemand, der mir helfen will. Hat denn da jemand mal einen Tipp?

    • Hallo Cornelia,

      vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe ihn zum Anlass genommen, darüber zu schreiben. Die Beiträge dazu werden ab 5.Okt. online sein.

      Herzliche Grüße,
      Manuela

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