Tierschutz-Schulpreis zum Mitmachen

In der Schule etwas zu seinem Lieblingsthema tun, dabei noch etwas Sinnvolles tun und vielleicht sogar einen Preis abräumen? Das geht in Sachen Tierschutz scheinbar nur in Hessen.

Schulpreis Tierschutz

Ich ging früher nie gern zur Schule und fragte mich jemand, was mein Lieblingsfach wäre, wusste ich nie eine Antwort. Bis die Wahlpflichtkurse kamen. Ich wählte „Bio“, weil ich mich schon von klein auf für Tiere interessierte und es in der gesamten Auswahl das kleinste Übel zu sein schien. Es war ein Glücksgriff. Statt „Unterricht“ konnten uns zu beliebigen Gruppen zusammentun, uns Projekte überlegen und mehr oder weniger machen, was wir wollten. Wir informierten uns und andere über Massentierhaltung, demonstrierten gegen den Zoo, taten etwas für den Bienenschutz und freuten uns jede Woche auf diese Stunden. Unser Lehrer stand immer als Ansprechpartner zur Verfügung, mischte sich aber ansonsten nicht ein.

An einem Wettbewerb zum Thema Tierschutz hätten wir liebend gern teilgenommen. Doch sowas gab es damals nicht und heute wie es scheint noch immer nicht. Zumindest nicht in jedem Bundesland. Das Bundesland Hessen ist die Ausnahme.

Wie es scheint geht Hessen aber schon seit Jahren im Alleingang vorweg. Seit 2009 verleiht die hessische Landesregierung alle zwei Jahre den Schulpreis zum Tierschutz. Damit soll das Engagement von Schülern gewürdigt werden. Er wird verliehen an Schulklassen allgemein bildender Schulen in Hessen, die ein Projekt zum Thema Tierschutz auf die Beine stellen, das im besten Fall auch nachhaltig ist und zum Nachmachen einlädt. Ein Preisgeld von 7000 EUR steht zur Verfügung, welches geteilt wird. Sogar Grundschulen können schon mitmachen.

Ob theoretisch oder praktisch – Hauptsache es geht um den Tierschutz. Naturschutz und Biodiversität sind hierbei ausgeschlossen. Mehr dazu hier. Wäre doch toll, wenn es so etwas auch in anderen Bundesländern geben würde.

Check Also

Hund oder Katze Filmtipp

Katze oder Hund? NDR-Reportage

Etwa 34 Mio. Haustiere leben in Deutschlands Haushalten. Warum ist das so? Das zeigt diese …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.