8 No gos beim Katzen-Freigang

Freilauf für Katzen ist an sich etwas Schönes, wenn es richtig gemacht wird. Die größten Fehler im Umgang mit Freigänger-Katzen.

No gos Freigaengerkatzen

1. Katzenbabys rauslassen

Sofern man nicht in der Einöde oder auf dem Hof lebt, auf dem das kleine Kätzchen geboren und aufgewachsen ist, haben Katzenbabys draußen nichts zu suchen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie sind nicht kastriert, möglicherweise noch nicht ausreichen geimpft bzw. fertig grundimmunisiert, dafür aber noch viel empänglicher für gefährliche Katzenkrankheiten. Sie sind wie kleine Kinder, die im Spiel vergessen, wohin sie laufen, ihnen fehlt die Erfahrung und sie finden dann oft nicht mehr zurück oder werden von jemandem eingesammelt, der sie behält.

2. Nicht kastriert

Unkastrierte Katzen Freigang zu gewähren, ist unverantwortlich. Sie vermehren sich ungebremst und fördern die Verbreitung von FIV, einer tödlich verlaufenden Katzenkrankheit, die vor allem über Bisse bei Kämpfen und Geschlechtsverkehr übertragen wird.

3. Keine Impfung

Auch eine Impfung ist absolute Pflicht. Die Katzenseuche ist die größte Gefahr für Katzen und verläuft bei ungeimpften Tieren nicht selten tödlich. Auch gegen Katzenschnupfen sollte geimpft werden. Diese Impfung bietet Schutz für die am weitesten verbreiteten Erreger.

4. Kein Mikrochip

Jedes Tierheim dieser Welt nimmt jedes Jahr unzählige Katzen als Fundtiere auf, die nicht mit einem Mikrochip gekennzeichnet sind. Diese Katzen finden nie wieder nach Hause, vielleicht auch, weil sie in einer ganz anderen Region gefunden wurde und sie dort niemand sucht. Ein Mikrochip ist so unkompliziert einzusetzen und bringt eure Katze ganz schnell wieder nach Hause.

5. Freilauf an stark befahrener Straße

Dass auch die ruhigste Wohngegend keinen Schutz vor , musste ich am eigenen Leib erfahren. Mein Moritz, ein Tierschutzkater, der zuvor Streuner war, wurde bei seinem Freigang vom Auto erfasst und schleppte sich schwer verletzt nach Hause. Sicher ist eine Katze nie. Aber eine Freigängerkatze mit einer stark und schnell befahrenen Straße vor der Tür muss wirklich nicht sein.

6. Rauslassen ohne Rückruf

Bevor eine Katze raus darf, sollte ein Rückruf geübt werden. Ein Pfeifen in bestimmter Tonfolge oder das Schütteln einer Leckerli-Dose eignen sich zum Beispiel sehr gut. Sie kündigen etwas ganz Besonderes an, Lieblingsleckerchen, Abendessen oder Ähnliches. Es kann immer sein, dass die Katze nach Hause kommen muss – angekündigter Sturm, Vermieter teert spontan den Zuweg,… Wenn sich die Katze noch in der Nähe aufhält, erreicht man sie mit diesem Rückruf.

7. Keinen Noteingang

Das Zuhause ist des Katze Heim, ihr Rückzugsort und sicherer Hafen. Jagt Nachbars Hund hinter ihr her oder schlimmer, wird sie versuchen, nach Hause zu flüchten. Doch was ist, wenn sie vor verschlossener Tür steht, weil sie morgens rausgelassen und erst nach Feierabend wieder rein kann? Katzenklappen wären die beste Lösung, oder ein offenes Kellerfenster. Wenn das alles nicht möglich ist, darf es wenigstens ein hoher, trocken stehender Kletterbaum mit Höhle sein.

8. Beschwerden der Nachbarn ignorieren

„Ihre Katze scheißt in unser Blumenbeet.“ Mit so einem Satz fängt Nachbarschaftsstreit gern an. „Kann ich nicht ändern“ ist die falsche Antwort. Stattdessen sollte versucht werden, einen Kompromiss zu finden. Zum Beispiel die Absprache, dass der Katzenhalter ein- bis zweimal in der Woche über den Gartenzaun klettern darf, um die Häufchen wegzuharken.

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