10 Todsünden unwissender Katzenhalter

Es gibt Katzenhalter, die sind nicht lernfähig, weil sie alles besser wissen. Genauso gibt es aber Katzenhalter, die es nicht besser wissen, aber doch das Beste für ihre Katzen wollen. Für diese Menschen ist dieser Artikel.

Fehler Katzenhaltung

1. Das billigste Futter ist gut genug

Erzählen die Futtermittelhersteller nicht immer in der Werbung, dass in ihrem Futter alles drin ist, was unsere Katzen brauchen? Katzen würden Katzenfutter X kaufen. Zum Glück können wir aber selbst entscheiden, welches Futter wir unseren Tieren geben. Hochwertig sollte es sein. Wie ihr gutes Katzenfutter erkennt, lest ihr hier.  

2. Trockenfutter – alles drin und gut für die Zähne

Trockenfutter ist eigentlich das schlimmste, was man seiner Katze antun kann. Die Zahnpflegegeschichte ist ein Märchen, die Katzen nehmen viel zu wenig Flüssigkeit zu sich, sodass Organerkrankungen wie der Niereninsuffizienz der Weg geebnet wird. Außerdem ist die Zusammensetzung von Trockenfutter oft noch katastrophaler als die von Feuchtfutter, denn trockene Bröckchen halten besonders gut zusammen, wenn viel Getreide enthalten ist. Die eigenen Katzen auf Feuchtfutter umzustellen, ist nicht immer ganz einfach, aber durchaus möglich. Hier gibt es ein paar Tipps. Hier noch mehr für schwerere Fälle.

3. Futter, Wasser und Katzentoilette dicht beieinander

Wasserschale, Futterschüssel, Katzentoilette – alles zusammen ins Bad, in die Waschküche oder gar in den Keller. Schön einfach gelöst, man sieht nichts und man riecht nichts. Doch den Katzen zuliebe sollte nicht alles zusammen stehen, denn wer mag schon neben seiner Toilette essen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass gerade das Katzenklo an ruhiger und immer frei zugänglicher Stelle steht. Eine nebenan schleudernde Waschmaschine kann beim Verrichten des Geschäfts schon ganz schön unangenehm sein und auch eine verschlossene Tür zum falschen Zeitpunkt kann eine Katze dazu animieren, sich dann eben ein anderen Platz dafür zu suchen. Mehr im Katzentoiletten-Guide.

4. Hier kommst du nicht rein

Hat jemand während seiner Katzenhaltung eine Katzenallergie entwickelt und kann seine Tiere nur dann behalten, wenn diese nicht mit im Schlafzimmer schlafen, habe ich noch Verständnis. Genauso, wenn man zum Zubereiten des Futters besonders hungrige Katzen kurz aussperrt. Das grundsätzliche Aussperren von Katzen aus bestimmten Räumen lehne ich aber ab. Wer sich für Katzen entscheidet, der sollte es mit ganzem Herzen tun. Da passt ein „Ich mag keine Katze in der Küche“ oder „Ich will die Katzen nicht im Schlafzimmer haben“ nicht dazu.

5. Zur Einsamkeit verdammt

„Meine Katze mag keine anderen Katzen und ist alleine glücklich.“ Das muss nicht gelogen sein, denn es gibt tatsächlich Katzen, die nach schlechter Erfahrung wie Mobbing glücklich darüber sind, endlich mal zur Ruhe zu kommen. Ich halte auch nichts davon, Katzen die ihr ganzes Leben lang allein gelebt haben, kurz vor ihrem Tod auf Zwang noch einen Artgenossen vor die Nase zu setzen. Dennoch stimmt es nicht, dass Katzen alleine glücklicher sind. Wird der Partner passend gewählt, entstehen enge Bindungen und auch langjährige Einzelkatzen blühen noch einmal auf.

6. Kippfenster

Lüften kann so einfach sein. Katze mal kurz aussperren, Fenster sperrangelweit auf, ein paar Minuten lüften und fertig. Trotzdem lieben Menschen Kippfenster. Dann aber bitte gesichert, denn auch die ruhigste und desinteressierteste Katze kann eines Tages auf die Idee kommen, am Fenster hochzuspringen. Die Folgen sind dramatisch. Mehr dazu hier.

7. Guck, was du getan hast

Eine „unsaubere“ Katze mit der Nase in ihre Hinterlassenschaften tunken – eine Maßnahme wie aus dem Mittelalter, die aber erstaunlicher- und erschreckenderweise immer noch  angewendet wird. Nein, die Katze lernt aus so etwas nicht mehr als Angst vor euch und vielleicht sogar ihren eigenen Hinterlassenschaften zu haben. Ihr könnt sie damit so stark verunsichern, dass die Probleme immer stärker werden.

8. Gewalt macht gefügig

Auch ohne diese eklige Katzenpipi-Tunkpraxis gibt es viel zu viele Katzenhalter, die rabiat bis sogar gewalttätig mit ihren Katzen umgehen. Das fängt mit Blumenspritzen an, geht über „vom Tisch fegen“ und am Nacken irgendwo hinwerfen bis hin zum Schlagen und Wegtreten.

„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Habt eure Launen im Griff und lasst sowas nicht an euren Katzen aus.

9. Die knabbert nicht

Es gibt nur wenige typische Zimmerpflanzen, die für Katzen ungiftig sind und Saisonlieblinge wie Frühlingsblumen und Weihnachtssterne sind besonders giftig. „Meine Katze knabbert nicht an Pflanzen“ meinen einige Halter zu wissen, bis die Katze es dann doch mal tut. Das Gift kann sich noch dazu im Organismus anreichern, sodass auch ab und zu mal eine giftige Blattspitze auf lange Sicht Folgen haben kann.

10. Noch eine Kippe näher am Tod

Die Bilder auf den Zigarettenschachteln lügen nicht. Doch auch wenn einem die eigene Gesundheit nicht so wichtig ist, darf man seine Tiere nicht vergessen. Als Katzenhalter in der Wohnung zu rauchen ist ein absolutes No-Go, denn Katzen sind aufgrund, dass sie sich selbst putzen, ganz besonders gefährdet. Mehr hier.

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2 comments

  1. Cornelia Rentzsch

    Hallo, meine Katze geht so gut wie gar nicht an Nassfutter ran. Ich hole schon immer die kleinen 50g-tüten. Mal frisst sie ein wenig, aber meistens gar nicht. Was kann ich tun?

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